Wer ist die Wühlmaus?

Die Wühlmaus ist Sylvia, 45 Jahre alt, experimentierfreudig, kreativ und ungeduldig. Sowohl der Garten als auch das Kochen haben etwas mit experimentieren zu tun. Ich möchte euch ermuntern, dieses auch zu tun. Einfach mal was ausprobieren.

Ich möchte euch meine Lieblingsrezepte vorstellen, die ich schon viele Male gerne gekocht oder gebacken habe. Sie lassen sich oft mit Kleinigkeiten verändern und verwandeln. Ich verwende viele Rezepte aus der italienischen Küche, die ich sehr schätze. Meine Reisen nach Thailand und Vietnam sind kulinarisch auch nicht spurlos an mir vorbei gegangen und davon möchte ich euch ebenfalls ein paar Rezepte vorstellen. Und ganz wichtig ist natürlich, was kann man denn mit all dem schönen Gemüse aus dem Garten so anstellen?

Bis zum letzten Jahr habe ich zum Beispiel nie etwas mit Fenchel gemacht. Ich habe es nie probiert, daher wusste ich gar nicht, was mir so entgangen ist. Auch an rote Beete habe ich mich nicht so recht getraut, aus Angst, dass die Küche hinterher aussieht, als hätte ich drei Hühner geschlachtet.

 

Warum die Wühlmaus?

Als ich neulich mit Hingabe das Hochbeet gefüllt habe und dazu ganz mächtig im Kompost gewühlt habe, war mir klar, ich bin eine Wühlmaus. Nicht so klein und nicht so niedlich, aber bestimmt so gefräßig und eben immer am Wühlen. Zumindest im Garten…

 

Was ich mag

  • Fotografieren
  • Die Natur und den Garten
  • Blumen und Gemüse
  • Obst und Bienen
  • Leckereien
  • Kochen und Backen
  • Pflänzchen umsorgen
  • Katzen und Hühner
  • Berge und Dünen
  • Felsen und Wiesen

 

Ich hätte gern

  • Eine größere Küche
  • Einen größeren Garten
  • Mehr Land, weniger Stadt
  • Katzen, die raus dürfen
  • Glückliche Hühner

Zusammenfassend mag ich es, etwas herzustellen. Sei es ein schönes Menü, etwas Nützliches aus Stoff, etwas Schönes aus Holz, ein gutes Foto…

Mit dem Gartenvirus bin ich bereits von meinen Eltern angesteckt worden, die beide Gärtner waren und ihren Beruf geliebt haben. Als kleines Mädchen habe ich mit Papa lange Spaziergänge in der Natur gemacht (wir wohnten damals auf dem Land) und er hat mir diverse Bäume und Getreidesorten erklärt. Später in der Stadt wurde das Wissen leider wieder verschüttet.

Aber mit 16 Jahren gab es auf dem Gelände eines ökologischen Vereins, bei dem mein Vater Betriebsleiter war, mit Pachtland für den Gemüseanbau. Das war dann mein erster eigener Garten. 100 m² ohne Hütte und nur Gemüse. Ich war dort fast jeden Tag nach der Schule und konnte zur Ernährung meiner Familie beitragen :-) Damals war der Ökotrend noch nicht so verbreitet und gärtnern nach Müller / Rusch  war noch recht unbekannt. Auch jetzt kann man übrigens da noch Biogärten pachten:

Hochenbuchen (http://www.hohenbuchenlernortnatur.de)

Dann hatte ich 10 Jahre später wieder einen Garten, in einer Kleingartenkolonie, sehr schön gelegen, aber leider war es eine Stadt weiter und auch keine Dauerlösung.

Und jetzt?

Nun haben mein Mann und ich einen Kleingarten in Hamburg. Dort tobe ich mich nun aus und probiere viel aus. Mein Mann unterstützt mich dabei. Dieses Mal haben wir dann fast 360 m² zum Wirken. Unser Garten hat nicht die Bezeichnung “pflegeleicht”….