Die Ananaskirsche – Pflege und Vermehrung

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Ananaskirsche – Physalis pruinosa

Die einjährige Ananaskirsche ist eine leicht zu kultivierende, leckere Beerenfruch und verwandt mit der Physalis Peruviana, die es in der Obstabteilung immer so ganz kleinen Körbchen gibt.

Sie gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse und ihre Heimat ist Nordamerika.

Ihr Aussehen ähnelt dem der Andenbeere (Physalis peruviana), sie wird aber nicht so hoch wie diese (nur bis 70 cm) und die Frucht ist etwas kleiner. Sie wächst buschig und wird viel schneller reif, was mich dazu bewegt, sie dieses Jahr anzubauen. Im letzten Jahr haben es die meisten Früchte der Physalis peruviana leider nicht geschafft, rechtzeitig vor dem Frost auszureifen.

Anbau:

Die Aussaat im Haus erfolgt Mitte Februar bis Mitte März. Die Saat kommt 0,5 cm tief in die Erde. Die Keimung dauert je nach Temperatur 10-20 Tage. Die Keimtemperatur ist recht warm bei 20°- 35°C. Wenn die Sämlinge ca. 10 cm groß sind, können sie in Töpfe pikiert werden. Später sollten sie abgehärtet werden, bevor sie ins Freiland gepflanzt werden.

Das sollte aber erst ab Mitte Mai passieren, da die Ananaskirsche keinen Frost mag. Sie stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, eine leichte Kompostgabe ist aber förderlich.

In der Anzuchtphase ist es  gut zu erkennen, wenn die Physalis zu kalt steht. Die Blätter verfärben sich hauptsächlich zwischen den Adern gelb bis violett, was auf eine eingeschränkte Nährstoffaufnahme zurückzuführen ist. Bei wärmerem Wetter oder Anheben der Temperatur verschwinden diese Erscheinungen wieder.

Lage

Der Standort kann sonnig oder halbschattig sein. Sie ist sehr unempfindlich gegen Krankheiten und Schädlingen.

Durch Selbstaussaat laufen oft im folgenden Jahr wieder Pflanzen auf, die dann auch bis zur Fruchtreife kommen.

Ernte

Die Ananaskirsche reift im Freiland zum Glück etwas schneller aus als die Andenbeere. Ich hatte im letzten Jahr noch soviele Büsche voll hängen, die leider mit dem ersten Frost hinüber waren.

Die Ernte beginnt Ende Juni und zieht sich bis in den Herbst hin. Ernten könnt ihr die gelben, kirschgroßen Früchte, die sich in den Lampions befinden. Reif sind sie, wenn die Lampions von alleine abfallen. Sie sind dann einige Tage im Kühlschrank haltbar.

Vermehrung

Das Saatgut der Ananaskirsche kann problemlos aus dem eigenen Garten gewonnen werden. Man nimmt eine oder mehrere Früchte, püriert das Fruchtfleisch und gießt Wasser auf. Die guten Samen setzen sich am Boden ab. Man wäscht sie noch mal gründlich, sodass kein Fruchtfleisch mehr anhängt. Dann an einem warmen Ort trocknen. Die Samen sind bei trockener Lagerung mehrere Jahre keimfähig.

Nutzung

Die Früchte haben einen süßen Geschmack, der an Ananas erinnert.

Sie schmecken am besten frisch vom Strauch. Ihr könnt sie für Süßspeisen und Marmelade verwende oder als Deko für ein besonderes Dessert.

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