Auberginen anbauen

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Auberginen Standort und Pflanzung der Eierfrucht

Auberginen werden aufgrund ihres Aussehens auch als Eierfrucht bezeichnet.

Der Boden für die Pflanzen sollte tiefgründig und humos sein. Ein pH-Wert von 6 bis 7 ist ideal. Die Aubergine ist unverträglich mit sich selbst, mit Kartoffel und Tomate ist die Fruchtfolge ideal.

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Anbau

Für den Anbau der Aubergine empfiehlt sich die Pflanzung mit Vorkultur. In kleinen Töpfchen auf der Fensterbank kannst du bis April kleine Pflänzchen heranziehen. Die Aussaat beginnt im Februar, die Pflanzung dann ca. Mitte Mai ins Freiland.

Die Aussaat erfolgt in einem Minigewächshaus bei einer Temperatur von 25 Grad. Nach etwa 14 Tagen ist es dann Zeit, die Auberginen in 10 bzw. 12-cm große Töpfe zu pikieren. Auspflanzen kann man dann, wenn sich etwa 10 Blätter entwickelt haben. Wenn du sie vor der Auspflanzung ins Freiland ein wenig abhärtest, indem du sie tagsüber nach draußen stellst, kann sich die Aubergine besser anpassen. Als Pflanzabstand haben sich 40 x 40 cm bewährt.

Pflege und Düngung

Je nach Sorte kann die Aubergine recht hoch wachsen. Dann solltest du sie mit Stäben zu stützen. Ich hatte im letzten Jahr eine Minisorte, das war sehr angenehm, so konnten wir auch mal gemischte Gemüsepfannen machen, ohne von jeder Sorte zuviel drin zu haben. Irgendwann kommt immer der Zeitpunkt, wo alles auf einmal reif wird.

Gegossen werden die Auberginen am besten nur von unten. Andernfalls können sich Pilzkrankheiten ausbreiten. Etwas Kompost kann die Pflanze auch gut gebrauche, damit sie sichere Erträge bringt.

Ernte und Vermehrung

Der Erntezeitpunkt richtet sich nach der Sorte. Normalerweise ab August / September, aber kann auch bis kurz vor Frostbeginn in einigen Lagen dauern. Auberginen werden immer halbreif geerntet. Das heißt, dass die Samenkörner im Inneren noch weich und weiß sind. Möchtet ihr die Samen ernten, solltet ihr zumindst eine Frucht länger dranlassen und völlig ausreifen lassen. Dann wird die Frucht vorsichtig aufgeschnitten und die Samen entnommen und an einem trockenen, möglichst warmen Ort getrocknet. Wie beim Korinander bereits gezeigt, nehme ich dafür Teebeutel.

Für das Vermehren der Pflanzen ist wichtig, dass die Pflanze kein Hybrid ist. Hybrid-Saatgut bringt höhere Erträge, das geerntete Korn kann jedoch nicht wieder ausgesät werden.

Mehr zum Thema Samenfestigkeit findet ihr hier: http://klostersee.org/landwirtschaft/ackerbau/saatgut/

Mein zwei Sorten Auberginen Saatgut habe ich übrigens von Deaflora: http://www.deaflora.de/

Krankheiten und Schädlinge

Als Schädlinge können, sind die Weiße Fliege , Spinnmilben sowie die Grüne Gurkenblattlaus auftreten.

Etwas Brennesseljauche kann da Abhilfe schaffen.

Die gefährlichste Krankheit für Auberginen ist die Verticillium Welke. Sie beginnt am Blattrand bei den ältesten Blättern und setzt sich dann bis hin zur Mittelrippe fort. Die Blätter werden hellgrün und verfärben sich später gelblich. Hierbei handelt es sich um einen Pilzbefall und die wirksamste Bekämpfung ist die Standortwahl und eine ausgewogene Wasser- und Nährstoffversorgung. Folgende Punkte können dir helfen, dass die Verticillium Welke gar nicht erst auftritt:

  • Beim Kauf genau auf Anzeichen von Welke achten
  • Nicht in nassen Böden mit Gefahr von Staunässe pflanzen.
  • Nur so tief pflanzen, wie unbedingt erforderlich.
  • Verletzungen der Wurzeln beim Pflanzen der Aubergine
  • Keine einseitige Gabe von stickstoffbetontem Dünger
  • Besser regelmäßig mit Gartenkompost oder Hornspäne und Patentkali düngen

 

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