Kartoffeln vorkeimen lassen und pflanzen

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Um euren Ertrag an Kartoffeln zu steigern, könnt ihr sie vorkeimen lassen, dazu ist im März die beste Zeit (je nach Kartoffelsorte)

Zunächst bringt ihr die Pflanzkartoffeln für zwei bis drei Tage an einen warmen Ort mit Temperaturen um 18 bis 20 Grad. Ich packe sie dafür in Eierpappen, das sieht auch noch schön ordentlich aus. Das dient dem Brechen der Keimruhe. Die Keimruhe dient dazu, dass die Kartoffel nicht etwa im Herbst bereits auskeimt.

Anschließend brauchen die Pflanzkartoffeln Licht. Ihr stellt sie dann am besten an einen Platz, der acht bis zwölf Stunden täglich beleuchtet ist und nur noch eine Temperatur von etwa zehn bis zwölf Grad aufweist. Das Ziel ist die Ausbildung kurzer kräftiger Keime mit einer Länge von ein bis zwei Zentimetern.

Wenn die Keime in der Länge da sind, könnt ihr die Knollen zum Abhärten der Lichtkeime nach draußen an eine geschütze Stelle stellen. Ca. 6 Grad wären jetzt gut

Voran erkenne ich die richtigen Keime?

Dunkelkeime, sind weiß, lang und dünn und sie brechen sehr leicht ab. Das passiert häufig mal, wenn man die Kartoffeln im Schrank vergisst. Für das Pflanzen benötigen wir dagegen kräftige, kurze, violette Lichtkeime. So vorgekeimte Knollen sind im Freiland widerstandsfähiger. Deshalb senkt man die Temperatur nach dem Brechen der Keimruhe auf etwa zehn bis zwölf Grad ab und setzt die Knollen für acht bis zwölf Stunden täglich dem Licht aus. Beides hemmt das Längenwachstum der Keime und fördert das Dickenwachstum.

 

kartoffeln vorkeimen
Kartoffeln vorkeimen (manchmal hilft auch der Kater dabei)

Vorteile:

Das Vorkeimen der Kartoffel hat eine Menge Vorteile, die letztlich alle mit der wesentlich schnelleren Entwicklung der Kartoffelpflanze im Zusammenhang stehen.

Die Kartoffeln können früher gelegt werden, weil vorgekeimte Kartoffeln auch in recht kaltem Boden weiter wachsen, während ihre nicht vorgekeimten Kollegen dort gar nicht keimen würden. Vorgekeimte Kartoffeln gehen zügig auf, was zu einer erheblichen Reduzierung von Auflaufschäden durch Krankheiten und Schädlinge führt. Die Pflanzen nutzen die verfügbaren Nährstoffe und das Wasser schon früh aus. Der Bestand entwickelt sich schneller. Die Reihen schließen früher, wodurch Unkräuter schon frühzeitig unterdrückt werden.

Vorgekeimte Kartoffeln sind schneller reif. Wenn der Krankheitsdruck durch die Krautfäule einsetzt sind sie in ihrer Entwicklung schon weiter fortgeschritten. Der Ertrag von vorgekeimten Kartoffeln ist deshalb höher – das gilt ganz besonders, wenn man auf synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet.

 

Kartoffeln pflanzen

Lege die Pflanzkartoffeln in maximal zehn Zentimeter tiefe Erdmulden und halte einen Pflanzabstand von etwa 30 Zentimeter in der Reihe und 40 Zentimeter zwischen den Pflanzreihen ein. Wichtig: Vorgekeimte Kartoffeln vorsichtig mit Erde bedecken, damit die weichen Keime nicht abbrechen.

 

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